Gastronomie · 5 Min. Lesezeit
Reservierungs-Portale: Was die Gebühren ein Restaurant im Jahr kosten
Reservierungsplattformen sind praktisch. Der Gast bucht mit zwei Klicks, das Lokal erscheint in einer App, die viele Leute ohnehin offen haben. Bezahlt wird das selten mit einer einzelnen großen Rechnung, sondern mit vielen kleinen: pro Gast, pro Buchung, pro Monat. Genau deshalb rechnet kaum jemand nach. Wir haben es getan.
Wie Portale abrechnen
Die Modelle unterscheiden sich je nach Anbieter, laufen aber auf drei Muster hinaus. Manche verlangen eine Gebühr pro Gast, üblicherweise im Bereich von ein bis drei Euro. Andere verkaufen Monatspakete, oft kombiniert mit Zusatzgebühren für Buchungen, die über die Plattform-Suche hereinkommen. Und einige rechnen prozentual ab, vor allem bei Aktionen und Event-Angeboten.
Wichtig ist der Unterschied zwischen zwei Arten von Buchungen: Gäste, die das Lokal über die Plattform entdecken, und Gäste, die ohnehin kommen wollten und nur den Buchungsknopf suchen. Für die erste Gruppe ist die Gebühr ein fairer Preis für Werbung. Für die zweite zahlen Sie dafür, dass Ihr Stammgast einen Umweg nimmt.
Eine Beispielrechnung
Nehmen wir ein Lokal mit 400 reservierten Gästen im Monat über eine Plattform, bei einer Gebühr von 1,50 Euro pro Gast. Das sind 600 Euro im Monat, also 7.200 Euro im Jahr. Wären davon nur die Hälfte Gäste, die auch direkt gebucht hätten, zahlen Sie 3.600 Euro jährlich für Reservierungen, die Sie ohnehin bekommen hätten.
Zum Vergleich: Eine komplette Restaurant-Website mit eigenem Reservierungssystem kostet bei uns 1.800 Euro im Jahr. Die Plattform-Gebühren allein für die Stammgäste würden das doppelt decken.
Beispielrechnung aus diesem Beitrag
Was für die Portale spricht
Ganz ohne Plattformen zu argumentieren wäre unehrlich. Sie bringen Reichweite, gerade bei Touristen und Neukunden, die nach „Restaurant in der Nähe" suchen statt nach Ihrem Namen. Wer neu eröffnet oder unter der Woche Lücken füllen will, profitiert davon.
Die Frage ist also nicht Portal oder kein Portal. Die Frage ist, wo Ihre Stammgäste buchen.
Die Lösung: Direktbuchung für alle, die Sie schon kennen
Dass Gäste online buchen wollen, ist gut belegt: Laut einer repräsentativen YouGov-Umfrage im Auftrag von METRO und DISH (2025) hat jeder zweite Deutsche schon einmal online einen Tisch reserviert, unter Gästen, die wöchentlich essen gehen, sind es 71 Prozent. Offen ist nur, ob diese Buchung über eine Plattform mit Gebühr pro Gast läuft oder über Ihre eigene Website.
Das Setup, das wir empfehlen: Die Plattform bleibt für die Neukundengewinnung. Auf der eigenen Website, im Google-Profil und auf Instagram führt aber alles auf das eigene Reservierungssystem, ohne Gebühr pro Gast. Wer Sie sucht, bucht direkt. Wer Sie entdeckt, darf gern über die Plattform kommen.
Ein eigener Buchungsweg hat noch einen zweiten Vorteil: Die Gästedaten gehören Ihnen. Sie sehen, wer wie oft kommt, können bei No-Shows reagieren und zur Weihnachtszeit selbst einladen, statt zu hoffen, dass die Plattform Ihr Lokal anzeigt.
In unserem Gastro-Paket GuestMaker ist die Online-Reservierung ohne Provision enthalten, inklusive interaktivem Sitzplan im Dashboard. Es kommt keine Gebühr pro Gast dazu, egal wie gut der Monat läuft.