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    Gastronomie · 6 Min. Lesezeit

    Was kostet eine Restaurant-Website wirklich?

    Wer für sein Lokal eine Website will, bekommt drei sehr verschiedene Antworten. Der Baukasten-Anbieter sagt: 15 Euro im Monat. Die Webagentur sagt: ab 4.000 Euro. Dazwischen liegen Komplett-Services, die monatlich abrechnen. Alle drei haben recht. Und alle drei verschweigen etwas. Dabei geht es längst um einen Verkaufskanal: Laut der IKT-Erhebung von Statistik Austria (2024) erzielten österreichische Beherbergungs- und Gastronomiebetriebe ab zehn Beschäftigten im Jahr 2023 bereits 24,1 Prozent ihres Umsatzes über Websites, Apps und Online-Plattformen. Aus unseren Gesprächen mit Wirten in Wien wissen wir außerdem: Die teuerste Website ist am Ende die, die ständig veraltet ist.

    Baukasten: billig, bis man die eigene Zeit mitrechnet

    Wix, Squarespace oder Jimdo kosten zwischen 10 und 40 Euro im Monat. Klingt unschlagbar. Nur baut die Website niemand für Sie. Sie suchen die Vorlage aus, fotografieren, texten, pflegen die Speisekarte ein und kümmern sich darum, dass Google Maps, Schriften und Cookies DSGVO-konform eingebunden sind.

    Viele Wirte stecken dafür anfangs etliche Abende hinein. Danach passiert oft: nichts mehr. Die Karte vom letzten Sommer steht noch online, die Feiertagsöffnungszeiten stimmen nicht, und ein Reservierungssystem gibt es nicht, weil das im Baukasten ein eigenes Abo wäre. Der niedrige Preis stimmt also nur, solange Ihre Zeit nichts kostet.

    Agentur: schöne Website, aber jede Änderung ist ein Ticket

    Eine klassische Webagentur verlangt für eine Restaurant-Website meist zwischen 2.000 und 10.000 Euro, je nach Umfang. Dafür bekommen Sie individuelles Design und saubere Technik. Das Ergebnis kann sich sehen lassen.

    Das Problem beginnt nach dem Launch. Die Tageskarte ändert sich, der Feiertag auch. Wenn dafür jedes Mal ein Support-Ticket nötig ist, zahlen Sie pro Anpassung schnell 50 bis 100 Euro. Oder Sie lassen es bleiben, und die Website veraltet. Dazu kommen Wartungsvertrag, Hosting und Domain als eigene Posten.

    Komplett-Service: ein Preis, alles drin

    Spezialisierte Anbieter für Gastronomie rechnen monatlich ab, üblich sind 100 bis 250 Euro. Darin stecken Design, Technik, Hosting und die Werkzeuge, die ein Lokal tatsächlich braucht: digitale Speisekarte, Online-Reservierung, ein Dashboard zum Selbst-Ändern.

    Auf den ersten Blick wirkt das teurer als der Baukasten. Auf drei Jahre gerechnet dreht sich das Bild oft, weil Änderungskosten und Zusatz-Abos wegfallen.

    Der Posten, mit dem niemand rechnet: Reservierungsprovisionen

    Externe Reservierungsplattformen verlangen je nach Anbieter eine Gebühr pro Gast oder pro Buchung. Bei einem gut besuchten Lokal kommen so mehrere hundert Euro im Monat zusammen, Jahr für Jahr. Diese Kosten tauchen in keinem Website-Angebot auf, gehören aber in jede ehrliche Rechnung.

    Ein Reservierungssystem, das zur eigenen Website gehört und ohne Provision arbeitet, spart genau diesen Betrag wieder ein.

    Unser Rat: auf drei Jahre rechnen

    Nehmen Sie jedes Angebot und rechnen Sie es auf 36 Monate hoch. Monatsgebühren, geschätzte Änderungskosten, Reservierungsgebühren, Hosting, Domain. Erst dann sind ein 15-Euro-Baukasten, ein 5.000-Euro-Agenturprojekt und ein Komplettpaket vergleichbar. Und prüfen Sie eine Frage besonders: Können Sie Speisekarte und Öffnungszeiten selbst ändern, ohne jemanden zu fragen?

    BaukastenAgenturKomplett-Service
    Preis10–40 € / Monat2.000–10.000 € einmalig100–250 € / Monat
    Wer baut die Seite?Sie selbst, an vielen Abendendie Agenturder Anbieter
    Änderungenselbst, wenn Zeit bleibtper Ticket, oft 50–100 € pro Anpassungselbst im Dashboard
    Kommt oft noch dazuReservierungs-Abo, eigene ArbeitszeitWartungsvertrag, Hosting, Domainmeist nichts
    Grundkosten auf 36 Monate360–1.440 €2.000–10.000 € plus laufende Posten3.600–9.000 €

    Preisspannen aus diesem Beitrag; Marktübliche Richtwerte, Stand 2026

    Und was kostet das bei uns?

    Unser Gastro-Paket GuestMaker gibt es ab 150 Euro im Monat, alternativ 999 Euro einmalig plus 50 Euro monatlich. Digitale Speisekarte, provisionsfreie Online-Reservierung, Hosting und datenschutzkonformes Setup sind dabei. Geändert wird im eigenen Dashboard, auch um 23 Uhr, ohne Ticket.