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    Webdesign · 7 Min. Lesezeit

    Was Webdesign für KMU kostet: Posten, Preisspannen, Fallstricke

    Wer als Unternehmen drei Angebote für eine neue Website einholt, bekommt oft Preise, die um den Faktor zehn auseinanderliegen. Das liegt selten daran, dass jemand lügt. Es liegt daran, dass „eine Website“ kein definiertes Produkt ist und jedes Angebot anders zuschneidet, was drin ist und was nicht. Um die Frage „brauchen wir das überhaupt?“ geht es dabei längst nicht mehr: Laut Statistik Austria (2025) haben 92 % der österreichischen Unternehmen ab zehn Beschäftigten eine eigene Website, selbst bei den kleinen mit 10 bis 49 Beschäftigten sind es 91 %. Dieser Artikel zerlegt den Preis in seine Posten, damit Sie Angebote vergleichen können, statt nur Endsummen.

    Die Posten, aus denen der Preis besteht

    Hinter jedem seriösen Angebot stecken dieselben Arbeitsschritte, auch wenn sie nicht immer einzeln ausgewiesen sind. Wenn Sie ein Angebot bewerten, prüfen Sie, welche dieser Posten enthalten sind:

    • Konzept und Struktur: Welche Seiten braucht es, was soll ein Besucher tun, wie ist die Navigation aufgebaut?
    • Design: vom angepassten Template bis zum individuellen Entwurf mit mehreren Feedback-Runden
    • Umsetzung: der technische Bau, inklusive mobiler Darstellung und Ladezeit
    • Inhalte: Texte, Fotos, Übersetzungen — der am häufigsten vergessene Posten
    • Rechtliches: Impressum, Datenschutzerklärung, Cookie-Einwilligung sauber eingebunden
    • Laufender Betrieb: Hosting, Domain, Updates, Sicherheit, kleine Änderungen

    Die Preisspannen am österreichischen Markt

    Ein Baukasten in Eigenregie kostet 10 bis 40 Euro im Monat plus viele eigene Abende. Ein Freelancer oder eine kleine Agentur setzt eine überschaubare Firmenwebsite, meist fünf bis zehn Seiten auf Template-Basis, ab etwa 1.500 bis 4.000 Euro um. Individuelles Design, eigene Texte, mehr Seiten und Funktionen wie Buchung oder Mehrsprachigkeit führen in den Bereich von 4.000 bis 10.000 Euro. Darüber beginnen Projekte mit Sonderanforderungen: Shops mit vielen Produkten, Portale, Anbindungen an Warenwirtschaft oder CRM.

    Angebote deutlich unter diesen Spannen sind möglich, aber selten das, wonach sie klingen. Meist fehlt einer der Posten aus dem ersten Abschnitt, und er kommt später als Nachtrag zurück.

    Fallstrick eins: die Website ohne Inhalte

    Der klassische Streitpunkt in Website-Projekten sind nicht Design oder Technik, sondern Texte und Bilder. Viele Angebote setzen stillschweigend voraus, dass der Kunde alle Inhalte fix und fertig liefert. Dann steht das Gerüst nach vier Wochen, und das Projekt liegt sechs Monate auf Eis, weil niemand im Unternehmen Zeit hat, Texte zu schreiben.

    Fragen Sie deshalb vor der Beauftragung: Wer schreibt die Texte? Wer macht oder besorgt die Fotos? Was kostet es, wenn die Agentur das übernimmt? Eine Website mit Platzhaltertexten ist keine halbe Website, sie ist keine.

    Fallstrick zwei: der Preis nach dem Launch

    Der Kaufpreis ist nur die halbe Rechnung. Danach kommen Hosting und Domain, Software-Updates, Sicherheits-Patches und die Änderungen des Alltags: neue Mitarbeiterin, geänderte Öffnungszeiten, eine zusätzliche Leistung. Bei manchen Anbietern ist das in einer monatlichen Pauschale enthalten, bei anderen kostet jede Kleinigkeit einen Stundensatz.

    Rechnen Sie jedes Angebot auf drei Jahre hoch: Kaufpreis plus 36 Monate Betrieb plus eine realistische Schätzung der Änderungen. Erst diese Zahl macht ein 2.000-Euro-Angebot mit teurem Wartungsvertrag und ein 5.000-Euro-Angebot mit inkludierter Betreuung vergleichbar.

    Fallstrick drei: Abhängigkeit vom Anbieter

    Zwei Fragen zeigen, wie frei Sie nach dem Projekt sind. Erstens: Können Sie einfache Inhalte selbst ändern, ohne für jede Zeile ein Ticket zu schreiben? Zweitens: Was passiert, wenn Sie den Anbieter wechseln wollen? Läuft Domain und Hosting auf Ihren Namen oder auf den der Agentur? Bekommen Sie die Website und ihre Daten heraus?

    Beide Fragen kosten im Verkaufsgespräch nichts und sind unangenehm genug, dass die Antwort viel über den Anbieter verrät. Seriöse Anbieter haben darauf klare Antworten, weil sie Kunden über die Arbeit halten wollen, nicht über die Hürden beim Ausstieg.

    Woran Sie sparen können und woran nicht

    Sparen lässt sich am Umfang: Eine gute Website mit fünf durchdachten Seiten schlägt eine mittelmäßige mit zwanzig. Auch ein sauber angepasstes Template statt eines kompletten Individualdesigns ist für viele Unternehmen ein vernünftiger Kompromiss, das sagen wir, obwohl wir Individualdesign verkaufen.

    Nicht sparen sollten Sie an drei Stellen: an der mobilen Darstellung, weil dort inzwischen der Großteil der Besucher ankommt; an der Ladezeit, weil sie Besucher und Rankings gleichermaßen kostet; und an den Texten, weil die schönste Website nichts verkauft, wenn nicht drinsteht, was Sie anbieten und warum man Sie anrufen soll. Die Texte tragen übrigens mehr als den Vertrieb: Laut Statistik Austria (2025) nutzen 62 % der Unternehmen ihre Website zur Präsentation der eigenen Produkte oder Leistungen, 44 % nehmen darüber Bewerbungen entgegen oder schreiben Stellen aus. Wer Personal sucht, schreibt die Website auch für künftige Mitarbeiter.

    Was das bei uns kostet

    Wir bauen Websites individuell, deshalb gibt es bei uns keinen Listenpreis, sondern ein Fixpreis-Angebot nach einem Erstgespräch. Typische Firmenwebsites liegen bei uns in der mittleren der oben genannten Spannen, inklusive Design, Umsetzung, Unterstützung bei den Inhalten und datenschutzkonformem Setup. Betreuung nach dem Launch bieten wir als monatliches Paket an, Domain und Hosting laufen auf Ihren Namen.